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Wasser und nochmals Wasser

23 July, 2007

So, hier bin ich wieder. Mal guckn’ ob ich mich noch an alles erinnern mag…nach Keswick fuhren wir nach Edinburgh (ausgesprochen wirds Edinbra) und dort haben wir unsere superkomfortable Unterkunft bezogen. Kleiner Tipp fuer alle, die mal nach Edinburgh wollen und eine Jugendherberge suchen: geht nicht ins Cowgate! Es ist laermig, nicht gerade sauber, die Duschen haben weniger Druck als meine Blase und die Matrazen sind einfach rubbish. Sonst ist die Stadt aber absolut sehenswert und es lohnt sich ihr mal einen Besuch abzustatten. Die Einheimischen sind sehr schwer zu verstehen, wie wir in der Waescherei feststellen mussten, als uns nicht so klar war, was wir genau machen mussten. Da wurde uns klar, dass bei uns die Rollenverteilung im Haushalt noch so war, wie es sein musste! ;-) Sonst ist Edinburgh voller Freaks, vor allem der so genannten Emos, das sind die, mit den engen Hosen und Schminke im Gesicht. Wir waren uns mehr als einmal nicht sicher, ob es Maennlein oder Weiblein ist. Am Abend gingen wir noch die Bar vor unserer Haustuere abchecken. Es ging ziemlich ab, zuerst wurde irgendeine besoffene und gruusige Schottin rausgeschmissen, weil sie meinte, sie muesse den Tuersteher hauen. Selber schuld. Spaeter flogen dann noch ploetzlich Bierglaeser zu Boden und es kam fast zu einer Schlaegerei. Jaja, Edinburgh geht ab.

Am Sonntag gings dann ab nach St. Andrews. Das ist scheinbar die Golf-Stadt schlechthin, alles dreht sich um diesen Sport, sogar die Leute in unserem Hostel waren alles Golf-Fans. Und da gab es noch Tim, 42, aus Orange County (O.C.), California, der hat das ganze Hostel mit seinen Raeubergschichtli unterhalten und hat diese jedem, der ins Zimmer kam von Neuem erzaehlt. So haben wir etwa 7 Mal mitbekommen, dass er in St. Andrews ein Caddy ist, aber eigentlich doch kein Caddy ist und nur Caddy ist, weil seine Freunde ihn eingeladen haben. Ausserdem arbeitet er fuer so ziemlich alle US-Sportsender und wird naechstes Jahr in Wimbledon arbeiten. Und er ist natuerlich ein Womanizer und ist in der letzten Nacht erst um sechs Uhr morgens ins Bett. Selbstverstaendlich mit einer 21jaehrigen. Am diesem Abend, nachdem er sich 2 Stunden vorbereitet hat, ist er genau bis in den common room unseres Hostels gekommen. Ebe, Raeubergschichtli.

Am naechsten Tag sind wir nach Braemar, ein Staedchen in den Highlands (wie wir meinten, spater stellte sich heraus, dass die Highlands erst viel spaeter anfangen…aber fuer uns hat das wie die Highlands ausgsehen und Urs hat gesagt der Highlander sei dort entlang geritten). Dort gab es dann nicht viel zu sehen, ausser einer schottischen Kapelle (wie Guggemusig, einfach mit Dudelsaecken) und lauter ueberfahrener Hasen (16 aus ca. 800m Strasse – eigenhaendig gezaehlt).

Heute sind wir dann Richtung Inverness geheaded. Dazwischen haben wir einen Stopp gemacht, der getrost als ein Highlight der bisherigen Reise gezaehlt werden kann. Wir waren in Dufftown (ohne Spass, das heisst wirklich so, aber ein lokales Bier gibts leider nicht) und haben die Glenfiddich Distillerie besucht. Dort gab es eine Gratistour (ja, wirklich GRATIS!!!!) durch die Brennerei und abschliessend eine Degustation ihres 12jaehrigen Whiskys. Sensationell. Unsere Fuehrerin (nei, hat nichts mit den Nazis zu tun) war ziemlich witzig und haette uns alle ziemlich sicher unter den Tisch gesoffen. Am Schluss der Tour gingen wir noch in den Shop und dort haben wir herausgefunden, wieso die Tour gratis war. Weil jeder Dubbel sowieso Stutz liegen laesst wie ein Bloeder, so auch wir. Aber es hat sich gelohnt. Nachdem wir die Brennerei hinter uns gelassen haben, sind wir nach Inverness gefahren, wo wir wieder in einer ziemlich heruntergekommenen Jugi Quartier bezogen haben. Hier sind wir nun und schreiben diesen Blog. Morgen gehts dann weiter zum Loch Ness, dem Eilean Donann Castle (kam unter anderem in Filmen wie Highlander oder James Bond vor) und in die Naehe von Fort William in die naechste Jugi.

Ach ja, und wenn ihr euch wundert was der Titel soll….waehrend unserer ganzen Reise hat uns der Regen begleitet und wie ihr vielleicht mitbekommen habt, steht England ziemlich unter Wasser. Wir sind von dem Ganzen zum Glueck nicht betroffen (obwohl wir heute eine Umleitung fahren mussten, wir wissen aber nicht ob wegen Hochwasser), haben aber trotzdem die Nase langsam voll von all dem Wasser. Wir gehen nach Afrika.

keswick1.jpgkeswick2.jpgedinburgh1.jpgedinburgh2.jpgheart-of-midlothian.jpgpetrol-station.jpgglenfiddich.jpghighlander.jpg

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